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Telemedizin und Medizintechnik

Veränderungen im Gehirn – Neue Ansätze der Forschung
aus der Reihe „Telemedizin und Medizintechnik in der Zukunft“
 
28.11.2012, Media Docks in Lübeck
 
Neurodegenerative Erkrankungen haben eine fortschreitende und unaufhaltbare Störung bestimmter Hirnfunktionen zur Folge. Die Alzheimer-Krankheit ist eine der häufigsten degenerativen Erkrankungen. Bei der Alzheimer-Krankheit und anderen Erkrankungen neurologischen Ursprungs sind oftmals nur die Symptome therapierbar. Zuversichtlich stimmen Fortschritte bei den Diagnoseverfahren, die ein frühzeitigeres Erkennen ermöglichen. Die Veranstaltung „Veränderungen im Gehirn – Neue Ansätze der Forschung“ zeigt aktuelle Anwendungsbeispiele und Trends in Forschung und Diagnostik. 
  
Einladung Veränderungen im Gehirn - Neue Ansätze der Forschung [PDF: 265 kB]   
 

„Der Riechsinn als Biomarker für Morbus Parkinson“
Prof. Amir Madany Mamlouk – Universität zu Lübeck, Institut für Neuro- und Bioinformatik
 
Obwohl man die Geruchswahrnehmung noch immer nicht vollständig erklären konnte, zeigen auch rudimentäre Riechtests, dass Morbus Parkinson typischerweise bereits in sehr frühen Stadien zu einem Verlust der Riechfähigkeit führt. Die bereits existierenden Riechtests erlauben bedauerlicherweise kaum eine exakte Messung der Beeinträchtigung des olfaktorischen Sinnes, anders als z.B. Dioptrien für die Sehstärke. In diesem Vortrag stellte Prof. Mamlouk einen Lübecker Modellansatz vor, um die Geruchswahrnehmung endlich quantifizierbar zu machen und somit zu einer möglichen Weiterentwicklung von Riechtests zur Parkinson-Früherkennung beizutragen. 
    
Der Riechsinn als Biomarker für Morbus Parkinson [PDF: 1,9 MB]  

 

„Verbesserte Früherkennung von Alzheimer durch MRT“
Dr. Lothar Spies – jung diagnostics GmbH, Geschäftsführer
 
Die Alzheimer-Erkrankung zu diagnostizieren ist schwierig, da die typischen Symptome, wie Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten oder Konzentrationsstörungen auch andere Krankheitsursachen haben können, etwa Gefäßerkrankungen, einen Hirntumor, Vitaminmangel oder eine Depression. Daher wird die Alzheimer-Erkrankung oft erst in einem späten Stadium festgestellt, wenn die Symptome schon weit fortgeschritten und die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt sind.
Eine Chance, die Erkrankung frühzeitig zu diagnostizieren, bieten die Alzheimer-typischen Schädigungen der Zellen im Gehirn. Als Folge schrumpft das Hirn mit zunehmendem Alter deutlich schneller als bei gesunden Menschen. Der Hippokampus – die Hirnregion, die neue Informationen in das Langzeitgedächtnis überträgt – ist sehr früh betroffen. Zwar lässt sich die Schrumpfung des Gehirns mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) bildgebend erfassen, doch sind die damit verbundenen Veränderungen mit dem „bloßen Auge“ auf den MRT-Aufnahmen erst in einem späten Stadium erkennbar.
Abhilfe schafft ein neues, von der Firma jung diagnostics entwickeltes, computergestütztes Verfahren. Dieses Verfahren ist in der Lage, das Volumen und die Verteilung der Hirnsubstanz auf der Basis der MRT-Daten präzise zu vermessen. Damit können kleinste Volumenveränderungen des Hippokampus, die auf einen zeitnahen Beginn des Demenzstadiums hindeuten, deutlich früher erkannt werden.
In Zukunft könnten durch das neue Verfahren deutlich mehr Patienten von einer frühen Diagnose und damit verbesserten Therapiemöglichkeiten profitieren. 
 
Verbesserte Früherkennung von Alzheimer durch MRT [PDF: 2,4 MB]   
 

„NEU² Konsortium“
Dr. Timm-H. Jessen – Bionamics GmbH, Geschäftsführer
 
Das NEU² Konsortium bemüht sich um neue diagnostische und therapeutische Ansätze bei neurologischen Erkrankungen: Im Zentrum der neurologischen Erkrankungen steht die Multiple Sklerose.
Das NEU² Konsortium bündelt verschiedene Kompetenzen, um einem Projekt einen effizienten Weg durch die unterschiedlichen Stationen des Drug Discovery & Development Prozesses zu ermöglichen. Hier wird Expertise aus der Akademie, aus dem Biotech Bereich sowie aus Pharma durch ein unabhängiges Projektmanagement gebündelt, um die Erfolgschancen zu erhöhen und die  Produktentwicklungszeiten zu verringern.
Das Projektportfolio von NEU² umfasst präklinische wie klinische Projekte, Neuroprotektion und Toleranzinduktion stehen im Vordergrund. Das Konsortium ist offen für neue Mitglieder und wird vom BMBF unterstützt. Das hier praktizierte Modell kann als Blaupause für ein alternatives Modell zur Produktentwicklung im Life Science Bereich dienen. 
 
NEU² Konsortium [PDF: 953 kB]

 

„PrimCareIT“
Katrin Olenik – Fachhochschule Flensburg, Projektkoordinatorin
 
Junge medizinische Nachwuchskräfte für ländliche Regionen zu gewinnen, stellt vor dem Hintergrund einer zunehmend älteren Ärzteschaft und der sinkenden Attraktivität ländlicher Regionen eine wachsende Herausforderung in der flächendeckenden medizinischen Versorgung dar. Durch Telekonsultation und Telementoring kann eine Brücke für den fachlichen Austausch zu Einzelkämpfern in Einzelpraxen auf dem Land geschlagen werden, um beruflicher Isolation entgegenzuwirken und die Arbeitsplätze in entlegenen Gebieten attraktiver zu gestalten. Zusätzlich unterstützt es die Zweitmeinungseinholung und kann zur Einsparung unnötiger Fahrten für die ältere immobile Bevölkerung führen.
PrimCareIT, mit Partnern aus dem Ostseeraum (Estland, Lettland, Litauen, Schweden, Finnland, Weißrussland und Deutschland), setzt an diesem Punkt an. Thematisch geht es im Projekt um die Bekämpfung der Folgen von Abwanderung medizinischen Fachpersonals aus ländlichen Regionen durch den Einsatz von Telekonsultation und Telementoring. 
 
"PrimCareIT" [PDF: 3,1 MB]

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Ulrich G. Hofmann von der Universität zu Lübeck.